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Max Müller

Abschied

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Max Müller

Iturraspe

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Max Müller

Undress

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Max Müller

Frau im Bett

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Max Müller

Die Schwimmerin

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Max Müller

Frau im Profil

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Max Müller

Mädchen

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Max Müller

Junge am Strand

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Max Müller

Frauen am Strand

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Max Müller

KKK

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Max Müller

Kuss

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Max Müller

Frau mit Pudeln

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Fehmi Baumbach

Fehmi Baumbach - Künstlerin

Fehmi Baumbach, Foto: Jan Casagrande

Fehmi Baumbachs Collagen liegen hinter dem Sichtbaren und kommen nach dem Trivialen. Mit Schere und Faden erstellt sie eine Landkarte der unsichtbaren Zusammenhänge, die die Welt im Innersten zusammenhalten. Ihr sensitiver Ansatz stürzt winzige Dörfer in planetarische Stürme, wühlt die See auf, vermisst das Ei und übersetzt mühelos die indigene Sprache der Erde. Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben: Wenn Fehmi Baumbachs Ziggy Stardust die eigenen Hände wie ein Geweih aus der Stirn sprießen, dann wirkt das auf eine seltsame Weise richtiger als der eigentliche Ziggy. Es ist, als optimiere die Künstlerin durch Metamorphose. Nicht klinisch, sondern intuitiv. 

Fynn Steiner

Fehmi Baumbach - Collages (2017/2018)

Collages

Sputnik

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Collages

Silentium

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Collages

Foreheadfly

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Collages

Earth II

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Collages

Drive Inn

 380,00

Fehmi Baumbach

Die weißen Hände

 360,00

Collages

Christy

 380,00

Durch Fehmi Baumbachs Collagen finden ursprüngliche Ideen zu ihrer natürlichen Form zurück. Der zivilisatorische und kausale Ballast fällt von den Protagonisten ihrer Bilder ab, wie eine Schicht Lehm vom Badenden. Unweigerlich gibt der Betrachter sich dem ovalen Schweben hin, dem Zungenkuss mit dem Blattwerk, der Frage, welche Farbe am besten zu einem Dreieck passt.

In ihrer Selbstbestimmtheit schafft Fehmi Baumbach auf diese Weise eine klingende Welt. Nicht zu unrecht verwies der Autor Christoph Braun („Hacken“ Klett- Cotta 2012) in diesem Zusammenhang auf die Nähe zur Popmusik. Fehmi Baumbach gleicht in gewisser Weise einer britischen Independent- Band der 70er Jahre. Frei von bourgeoisen Verallgemeinerungen und kapitalistischen Richtigkeiten erzählt sie ihrem Publikum faszinierende Kurzgeschichten aus einem Land zwischen Tarkovsky und Dan Treacy. 2009 ergab eine Studie des Max Planck Instituts, dass das Zentrum der Milchstraße nach Himbeeren schmeckt und nach Rum riecht. Wer Fehmi Baumbachs Bilder kennt, hat das schon lange vorher gewusst.

Fynn Steiner

Fehmi Baumbach - Vita

1992 bis 97 Studium der Freien Kunst an der HBK Braunschweig.

1996 Umzug nach Berlin. Dort erste Ausstellungen, die Gründung der Gruppe The Bewegungselite, die mit brachialen Mitteln leer stehende Gebäude besetzt um dort Ausstellungen und Partys zu organisieren. The Bewegungselite besetzt Häuser in Prag, Paris, Stuttgart und New York und feiert dadurch weltweite Erfolge.

2000 löst sich die Gruppe wegen übermäßiger Hohenflüge auf und Fehmi Baumbach gründet mit Jim Avignon die Kunstpartyreihe Friendly Capitalism Lounge. Zahlreiche Einzellausstellungen und Illustrationen für Tageszeitungen und Szeneheftchen folgen.

2000 tritt sie dem Popchor Berlin unter der Leitung von Almut Klotz (Lassie Singers, Flittchen Records, Klotz&Dabeler) bei und singt sich die Seele aus dem Leib.

2001 geht Baumbach in unregelmäßigen Abständen mit Jim Avignon und Almut Klotz auf Europatournee, stellt dort in kleinen Clubs aus und fungiert als DJane. Außerdem wird Baumbach vom Berliner Verbrecher Verlag gezwungen kleine Geschichten und Musikrezensionen für komische Bücher und Musikzeitschriften zu schreiben ( Mittebuch, Welt und Wissen).

2005 Geburt ihrer Tochter Mascha und die Flucht in den Wald in dem sie 2006 ihren Jagdschein macht aber kein Tier erschießen kann.

Fehmi Baumbach lebt und arbeitet in Berlin.

www.fehmibaumbach.com

Maria Gideon

Maria Gideon - Künstlerin

Maria Gideon, Foto: Jan Casagrande

Die Künstlerin Maria Gideon gehört der raren Spezies der Terraformer an. Aus Ungenauigkeit und Abfall, aus Bruchstücken und Vergessenem entwirft sie eine neue Welt, einen raumgreifenden Hort der Irrealität. In ihren Arbeiten finden Zwischentöne, das halbseidene Licht und der Zufall ihr wahres Zuhause. Nichts ist bei Gideon an seinem Platz, kein Stein steht mehr auf dem anderen und die Konstruktion unserer Lebenswelt steht auf dem permanenten Prüfstand. Der alte Satz des Heraklit, dass alle Dinge im Fluss wären, bekommt bei Maria Gideon seine visuelle Entsprechung. Ihre schwindelerregenden Realitätsverschiebungen verlangen dem Betrachter eine neue Art zu sehen ab. Er kommt nicht umhin, sein Verständnis von Innen- und Außenwelt umfassend zu überdenken und nicht umhin, sein Verständnis von Verpackung und Eigentlichkeit neu zu bewerten. Maria Gideons pulsierende Astralkörper, ihre italienische Tischdeckenkartographie und ihre potemkinsche Architektur machen sie zu einer stimmgewaltigen Formgeberin der menschlichen Verfassung. Gideons 'Palast für den Augenblick' könnte ebenso gut die Überschrift und Ausformulierung einer ganzen Generation junger Künstler sein. 

Fynn Steiner

Maria Gideon - São Paulo (2018)

Maria Gideon

São Paulo – 418

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Maria Gideon

São Paulo – 417

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Maria Gideon

São Paulo – 416

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Maria Gideon

São Paulo – 415

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Maria Gideon

São Paulo – 414

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Maria Gideon

São Paulo – 413

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Maria Gideon

São Paulo – 412

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Maria Gideon

São Paulo – 411

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Maria Gideon

São Paulo – 410

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2013 besuchte Maria Gideon Brasilien. Ohne dabei an Leichtigkeit einzubüßen flirtet ihre Arbeit 'São Paulo' mit der bedeutungsschwangeren Welt des Symbolismus und schöpft aus den tiefen Erzählungen und banalen Begebenheiten des brasilianischen Alltags, wo Ende und Anfang des Individuums und der Gemeinschaft stets so unendlich dicht miteinander verwoben sind, dass ein Begriff wie Ordnung schlicht überflüssig wird. Frohen Mutes kommt die Arbeit 'São Paulo' daher wie Stefan Zweigs wohltemperierte Schachnovelle, die im südamerikanischen Exil dem Fieberwahn anheim fällt.

Fynn Steiner

Max Müller

Max Müller - Künstler

Max Müller, Foto: Max Müller

Der Künstler Max Müller ist Sänger der sagenumwobenen Band Mutter, deren Musik uns seit fast 30 Jahren fesselt, begeistert, aufmuntert, aufwühlt und manchmal auch verstört. 

Max Müller - Identität - 13 Aquarelle

Max Müller - Aquarell - Flugzeug und Stewardessen

Max Müller

Frau im Profil

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Max Müller

Mädchen

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Max Müller

Junge am Strand

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Max Müller

Frauen am Strand

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 400,00

Max Müller

KKK

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Max Müller

Kuss

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Max Müller

Frau mit Pudeln

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Nicht vorrätig

Max Müller

Mädchen in Shorts

Max Müller

Cowgirl

 400,00

Max Müller

Epitaph Riders

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 400,00

Max Müller - Zweifel - 6 Zeichnungen

Max Müller - Zeichnung - Abschied

Max Müller

Abschied

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Max Müller

Iturraspe

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Max Müller

Undress

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Max Müller

Frau im Bett

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Max Müller

Die Schwimmerin

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Wolfgang Müller über seinen Bruder

Der Weiße Hai und der Bronzeengel

Max wurde am 17. September 1962 geboren und ist somit mein jüngerer Bruder. Ich selbst wurde fünf Jahre vorher, 1957, geboren. Ein paar Jahre lang bewohnten wir gemeinsam ein Kinderzimmer in unserem Wolfsburger Elternhaus. Ich zeichnete mit acht Jahren meine ersten Comic Strips und klebte sie zu kleinen Heftchen zusammen. Summi und Brummi spielten in ihnen die Hauptrollen: Summi war eine Bienenfrau und Brummi ein Hummelmann. An die anderen Insekten erinnere ich mich nicht mehr. Die Biene und die Hummel lebten in einer Welt, für die ich eigene Kontinente, Flüsse und Städte entwarf. Volljährig wurde ich 1975. Max war da dreizehn Jahre alt. Solange ich mich erinnere, hat Max ebenfalls immer gezeichnet, allerdings nicht auf Zeichenpapier und Heftchen wie ich, sondern auf Zettel, Kassenbons, Plakatreste oder farbige Papierstücke.

Während ich also Comic Strips bevorzugte, entwickelte Max eine Vorliebe für Einzelzeichnungen, Blätter mit Situationen, aufblitzenden Momenten, hinter, vor oder neben denen sich dann eine weitere Geschichte verbarg. Das ist bis heute so. Zu sehen ist auf den Zeichnungen von Max immer nur ein kurzer Moment, eine bestimmte Szene, die allen Betrachtern seltsam bekannt oder vertraut erscheint. Ein Filmstill oder ein Höhepunkt aus einem bekannten Kinofilm, aus dem Fernsehen oder der Zeitung. Das Vorher und das Nachher liegen also brach im Hirn herum, wenn Max‘ Bild dort einschlägt wie ein Blitz. Da das allseits gespeicherte Bild irgendwie verschoben, verzerrt, verfremdet und gebrochen ist, verstärkt sich dessen Wirkung. In der Wahrnehmung changiert das irgendwie Vertraute unruhig hin und her und beginnt von selbst seine Geschichte zu erzählen. Und die ist so unterschiedlich wie die Betrachter.

Wir Müllerbrüder waren schon als Kinder fasziniert davon, wie unterschiedlich die Menschen wahrnehmen: Während der eine begeistert hinschaut, wenn ein Berg erklommen wird, schließt der andere entsetzt die Augen. Während die eine glücklich zur Volksmusik schunkelt, hält sich die andere gequält die Ohren zu.

Das allererste Kunstwerk von Max, an das ich mich erinnern kann, befand sich in einem großen Einweckglas. Dieses stand auf einem Tisch und innen befand sich eine zwei- beziehungsweise dreiteilige, bunt bemalte Skulptur. Schwebend, wie der Engel von Ernst Barlach. Natürlich bestand Max‘ Skulptur nicht wie Barlachs tonnenschwerer Engel aus Bronze, sondern aus irgendeinem federleichten, wasserfesten Knet- und Bastelmaterial für Jugendliche. Barlach hatte die Bronzefigur mit dem Gesicht von Käthe Kollwitz für den Güstrower Dom zur 700-Jahr-Feier des Bauwerks als Mahnmal für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen geschaffen. Seine große Skulptur hing an zwei dicken Stahlketten von der Decke des Doms.

Wolfgang Müller - Autor / Künstler

Wolfgang Müller, Foto: Luci Lux

Max‘ dreiteiliges Ensemble war dagegen sehr fragil. Im großen, mit klarem Leitungswasser gefüllten Glas hatte der 13-jährige Max die Einzelteile arrangiert. An einem dünnen Bindfaden hing ganz unten, nahe dem Boden, ein großer weißer Hai mit spitzen Zähnen, darüber baumelte ein Schwimmer in blauer Badehose mit einem Bein und einem blutigen Beinstumpf. Am dritten Faden schwebte losgelöst das andere, abgetrennte Bein.

Es war 1975, das Jahr der Premiere des Tierhorrorfilms „Der weiße Hai“ von Steven Spielberg. In allen Wolfsburger Kinos lief der Film mit Riesenerfolg. Wochenlang. Vermutlich hatte Max die Ankündigungen in den Zeitungen gesehen oder auch kurze Ausschnitte davon im Fernsehen. Oder sich heimlich ins Kino geschmuggelt: Der Film, dessen Story auf einer tatsächlichen Haiunfallserie aus dem Juli 1916 in New Jersey mit fünf Opfern basiert, war erst ab 16 Jahren freigegeben. Die damalige These vom Einzeltäter, einem riesigen Killerhai, der es auf Menschen absah, entpuppte sich später als falsch, lieferte aber die passende Vorlage für den Film, der 1975 die Ära des Blockbuster-Kinos in Hollywood einleitete. Leider ist die dreiteilige Schwebeskulptur von Max heute verschollen. Doch wer sich seine Zeichnungen anschaut, der kann sich gut vorstellen, wie sie einst ausgesehen haben könnte.

Wolfgang Müller

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